Unser Anliegen: Literarische Texte

in ihnen angemessenem Satz und Druck zugänglich zu machen. Nicht mehr soll der Abriss sein als ein Ort, an dem Schreibende und Lesende aufeinandertreffen, nicht weniger als das. Der Zeitschrift steht deshalb weder Thema voran, noch verbindet die Texte notwendig ein formales oder ästhetisches Gemeinsames. Auf diese Weise entsteht ein Raum, der mit möglichst geringem perspektivischem Filter eine Antwort auf die Frage sucht, welche Themen gegenwärtig Schreibende in ihren Texten erkunden und welchen Ästhetiken sie dabei folgen oder auch nicht.
Und doch ergibt das physische Nebeneinander der einzelnen Texte ein Ganzes. Ein Ganzes, dessen Teile manchmal gemeinsame Kräfte entwickeln, manchmal in entgegengesetzte Richtungen streben: Es ziehen Jäger und Gejagte, Kinder und Alte, Liebende und Reisende, Schreibende und Lesende, Schaffende und Vernichtende, aus in die Fiktion – und wieder zurück, wobei die Grenzen nicht sauber zu ziehen sind.
– dieses Ganze nennen wir den Abriss. Dankbar und gespannt blicken wir auf die faszinierenden Lesemomente, intensiven Begegnungen, angeregten Diskussionen und Auseinandersetzungen mit Mensch und Text, die hinter und vor uns liegen. Zum Ende dieser Ausgabe bleibt uns der Wunsch, Ihnen und Euch genauso viel mit ihr gegeben zu haben wie uns.

Christopher Henning | Christiane Schröter
April 2018